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Montag, 15. April 2019

PD Dr. Boris Burghardt:
Michael Hauck Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung

Sommersemester 2019

Im Sommersemester 2019 wird PD Dr. Boris Burghardt die Michael Hauck Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung am Fritz Bauer Institut innehaben. Er ist wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für deutsches und internationales Strafrecht, Strafprozessrecht und Juristische Zeitgeschichte (Prof. Dr. Gerhard Werle) am Institut für Kriminalwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin.
Als Jurist hat sich Herr Burghardt seit langem mit der strafrechtlichen Aufarbeitung von NS-Unrecht und mit verschiedensten Fragen des internationalen Völkerstrafrechts befasst. Unter anderem publizierte er zur »Gehilfenstrafbarkeit bei Massentötungen in nationalsozialistischen Konzentrationslagern«, über den Braunschweiger »Remer-Prozess« und über die »Wiederentdeckung, Verklärung und Vereinnahmung« Fritz Bauers. Seine Dissertation untersuchte die Rechtsprechung internationaler Strafgerichtshöfe für das ehemalige Jugoslawien und Ruanda. In seiner Habilitationsschrift behandelt Herr Burghardt »Grundlagen der moralphilosophischen und der strafrechtlichen Zurechnungslehre«.
Am Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main bietet Boris Burghardt im Sommersemester 2019 eine Vorlesung über die strafrechtliche Aufarbeitung des NS-Unrechts und ein Seminar zum Thema »Völkermord vor Gericht« an. Beide Veranstaltungen sind geöffnet sowohl für Studierende der Geschichtswissenschaft als auch für Studierende der Rechtswissenschaft.


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